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Ausprobiert: Drei Wochen unterwegs mit den Jaybird Freedom

Vor kurzem berichteten wir ja bereits über die aktuellen „Jaybird“-Kopfhörer, die Logitech als Premium-Marke für Sportkopfhörer etablieren möchte. Vielleicht hat der ein oder andere schon einmal Kontakt mit der Marke gehabt – wir durften hier einmal das Modell „Freedom“ für einige Zeit in Augenschein nehmen und auch einen „Lauschangriff“ starten. Was die Jaybird „Freedom“ neben dem Preis von 199 EUR noch zu bieten haben, erfahrt Ihr im folgenden Kurztest!Wirft man einen Blick auf die Werbung, so wird mit Superlativen nicht gegeizt: Die Kopfhörer haben neben tollen „premium metal buds“, die eine hochwertiger Verarbeitung garantieren sollen auch noch den Titel „smallest wireless buds ever“. Offenbar kommt es manchmal doch auf die Größe an, sind hier natürlich vor allem die Sportler die primäre Zielgruppe des Herstellers.

Gerade beim Sport möchte man nicht mehr Ballast mit sich herumschleppen als unbedingt nötig, diesen Eindruck festigen die Kopfhörer auch nach dem Auspacken aus der liebevoll gestalteten Verpackung. An den Ear Buds selbst ist rechts eine kleine Dreitasten-Fernbedienung inklusive eingebautem Mikrofon, die Musikfunktionen des jeweiligen Endgerätes steuern, Anrufe annehmen und (hier:) Siri ansteuern kann.

Ebenfalls mit an Bord: Ein kleines Paket voll mit Aufsätzen, schließlich gibt es ja zig Ohren und entsprechende Formen. Der erste ist direkt ein Sportaufsatz, den man in das Ohr hereindreht und dadurch perfektem Halt bei diversen sportlichen Aktivitäten hat. Nummer zwei ist hier der klassische Silikon-Aufsatz, der meiner Meinung nach nicht optimal gelöst ist. Als letztes findet man dort eine Art Schaumstoff, den man ins Ohr drückt. Er passt sich optimal an und ist in meinen Augen / Ohren auch die beste Version. Außerdem enthalten ist noch eine kleine Tasche und ein Extra-Akku.

Jaybird wirbt hier generell mit einer Akkulaufzeit von vier Stunden. Die normalen Kopfhörer an sich inklusive des zusätzlichen Akku, den man auch einfach nur per Klick befestigen kann, haben dann insgesamt 8 Stunden Laufzeit. Geladen werden die Kopfhörer übrigens auch über diesen Akku, denn an sich besitzen sie keinen dedizierten Lade-Eingang. Das Paket wird dann noch durch drei Klemmen komplettiert, die das Kabel verkürzen respektive an ein Kleidungsstück klemmen können.

Aus meiner Sicht liegt die eigentliche Besonderheit bei den Kopfhörern allerdings in der Software. Natürlich gibt es auch hier eine eigene App für iOS und Android, die einiges zu bieten hat. Von voreingestellten Profilen bis hin zu selbstgestalteten Eigenschaften ist durch den komplett konfigurierbaren Equalizer eigentlich fast alles möglich. Ich habe ziemlich viel mit den Reglern herumgespielt und die Klangvielfalt kommt in meinen Ohren fast einer Faszination gleich: Ein unglaublich klarer, aber auch ziemlich dumpfer basslastiger Klang ist problemlos möglich und man kann sich hier wirklich fast jeden Wunsch individuell erfüllen.

Ich habe die Kopfhörer unter iOS benutzt und die Einrichtung ging ohne Probleme vonstatten: Die Kopfhörer werden ganz normal per Bluetooth gesucht, gefunden und verbunden. Das Programm erkennt die Kopfhörer auch sofort und man kann an sich direkt loslegen. Auf der zweiten Seite findet man ein Portal, wo man seine (in mühevolle Kleinarbeit erstellten) Klangprofile hochladen und auch für die Allgemeinheit teilen kann. Kleinigkeiten wie die bekannten „Like“ und „Share“-Funktionen dürfen hier natürlich auch nicht fehlen. Auf Seite 3 lässt sich dann ein Profil erstellen, um alle seine Daten speichern zu können, den letzten Reiter komplettiert dann ein kleines FAQ mit Tutorial-Eigenschaften. Besonderheiten bieten die Kopfhörer in dieser Hinsicht und an dieser Stelle dann natürlich auch, lassen sich doch mehrere Kopfhörer koppeln und ermöglichen so auch den gemeinsamen Musikgenuss.

Praktische Punkte zum Thema Features sind außerdem noch die Multipoint-Fähigkeit und die Abenteuerlust, die für mich mit den Kopfhörern einher geht. Diese lassen sich ganz einfach an ein Smartphone koppeln und im nächsten Zug natürlich auch an andere Geräte wie ein Notebook. Man hört dann über das Notebook Musik, ist aber in der Lage, Anrufe die durch das Smartphone kommen, anzunehmen und ermöglicht jedem eine Art des besonderen Multitaskings. Fakt ist einfach, dass die Kopfhörer im Internet als „Adventure Ready“ bezeichnet werden und somit für alle Witterungsbedingungen geeignet sind: Ob mal im Regen eine Runde Joggen oder eine Wanderung durch Schnee – kein Problem mit den Jaybird Freedom – die Kopfhörer sind gerade in solchen Momenten sehr passend.

Im Rahmen meiner Tests habe ich die verschiedenen Aufsätze im Alltag getestet und mir ist sofort aufgefallen, dass es hierbei auch direkt deutliche Klangunterschiede gibt. Sportler werden die ergonomischen und leicht Muschelförmigen Aufsätze bevorzugen – diese halten sehr gut und sind auch ziemlich angenehm, da die Kopfhörer in Gänze auch sehr leicht sind. Außengeräusche sind hierbei deutlich wahrzunehmen, da sie nicht komplett abgeschirmt werden. Alle Aufsätze werden übrigens in drei Größen beigelegt: S, M, L sind hierbei mehr als ausreichend, um die für sich passende Größe zu finden. Unter Belastung beim Sport ist es sehr angenehm, sie zu tragen, denn man hat ein sicheres Gefühl. Bei anderen Geräten hat man schon einmal den Eindruck, sie könnten herausfallen und ertappt sich stetig dabei, die wieder ins Ohr zu drücken.

Als zweites hab ich die Silikon-Aufsätze getestet, aber auch dann schnell wieder weggelegt. Subjektiv betrachtet saßen diese bei mir nicht so gut und haben auch etwas unangenehm gedrückt. Man merkte aber trotzdem sofort, dass die Abschirmung hier deutlich besser ist und man somit mehr vom Klang hatte. Last but not least haben es mir die Schaumstoff-Aufsätze angetan. Diese sind hervorragend anpassbar und sehr angenehm: Für mich die größten Pluspunkte bei den Freedom. Sie sitzen toll und drücken auch kein bisschen – das gestaltet sich natürlich bei jedem Ohr anders. Die Abschirmung nach Außen ist hier die beste und man hat hier definitiv den klarsten und besten Klang. Ich war hier äußerst positiv überrascht – subjektiv empfunden – waren hier Komfort und Klang wirklich optimal.

Nochmals zusammengefasst bieten die Jaybird „Freedom“ in sechs verschiedenen Farben für die unverbindliche Preisempfehlung von 199 EUR die folgenden – in meinen Augen herausstechenden – Features:

  • Adventure-Ready – Ob Schnee, Regen oder Sand, DAS sind Eure Kopfhörer
  • Unterstützung-/ Anbindung von iOS- und Android-Smartphones
  • MySound App zur Personalisierung
  • Multipoint-Fähigkeit
  • „Share me“-Funktion
  • Interessante Zubehörvielfalt
  • Satter, angenehmer und sehr guter Klang, der den hohen Anschaffungspreis durchaus rechtfertigt
  • Dreitasten-Fernbedienung

Bewegen wir uns in also Richtung eines Fazits, sind die Jaybird Freedom meiner Meinung nach ein ganz großer neuer Mitspieler auf dem Kopfhörer-Markt. Vor allem die sportlichen Seite sollte hier im Fokus stehen, denn Jaybird selber wirbt sehr direkt mit der Sporttauglichkeit, die ich nach drei Wochen des Testens so nur bestätigen kann. Auch nach dieser Zeit ist mein Spieltrieb noch nicht abgeklungen und ich entdecke oft noch neue Einstellmöglichkeiten- und Kniffe! Soundtechnisch muß ein Jeder seine eigene Einstellung finden, die jeweiligen Aufsätze sollten aber dafür sorgen, dass eigentlich jedes Ohr ein passender Wirt für die Jaybird Freedom wird!

Jaybird MySound
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Entwickler: Jaybird LLC.
Preis: Kostenlos
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