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Bis dass die Werbung uns scheidet: SUMo – Software-Updates unter Windows finden und installieren

Unter einem Windows-System die installierte Zweit- und Dritt-Software aktuell zu halten, ist nicht immer einfach. Greift bei neueren (UWP-) Apps unter Windows 10 zumindest der Windows Store, ist das bei anderen Programmen immer so eine Sache, oft ist hier Handarbeit gefragt. Neben dem Kaspersky Updater, der aktuell in der Version 2.0 vorliegt und bestens funktioniert, gibt es mit SUMo ein weiteres Tool, um zu schauen, wie aktuell das eigene System ist und dieses auf Mausklick zu aktualisieren.

Wie auch beim Derivat von Kaspersky prüft SUMo (System Update Monitor) Euer System und zeigt dann nach kurzer Prüfung an, ob ein Update vorliegt und hilft Euch, dieses zu installieren. Das Tool stellt nach dem Download (Tipp: Nutzt die Lite-Version, die ohne Bloatware und Werbung wie als Spyware titulierten Programme Relevant Knowledge und Somoto daher kommt) eine Liste der momentan auf dem System vorhandenen Applikationen bereit und kategorisiert dabei auch in große und kleine Updates.

Nachdem die erste Überprüfung abgeschlossen ist (SUMo wird hier durch eine Datenbank von über 90.000 Programmen gestützt), könnt Ihr per Klick das jeweilige Update herunterladen. Hier fällt dann auf, dass in erster Linie der Download nicht direkt erfolgt, sondern über eine Landingpage, die mehr Werbung und irreführende Verweise erhält als das eigentliche Update – in diesem Fall für Notepad++, welches man aus Frust schon eher freiwillig und direkt über die Herstellerseite herunterladen mag:

Wer den direkten Download von der Herstellerseite bevorzugt, darf sich erst einmal näher mit der Pro-Version der Software beschäftigen, die dieses Feature erst mitbringt und unter anderem auch automatische Updates oder Aktualisierung vorhandener Gerätetreiber erst ermöglicht. Auch können bestimmte Programmupdates, auf die man zum Beispiel aus Kompatibilitätsgründen nicht weiter hingewiesen werden möchte, via Ignorierliste ausgeklammert werden, um die jeweils nächsten Programmversionen vorübergehend oder eben auch dauerhaft überspringen zu können.

Generell bin ich ja ein Freund von Software, die mit einer guten Idee Arbeit am heimischen Rechner abnimmt und hätte mich auch mit SUMo anfreunden können: Für 14,99 EUR (Jahreslizenz) beziehungsweise 29,99 EUR (Lifetime-Lizenz) könnt Ihr SUMo PRO erwerben, jeweils nutzbar an bis zu vier Rechner beim jeweils gleichen Nutzer. Prinzipiell kein Problem und auch keine Riesensumme für eine gut funktionierende Software, nur der Weg dorthin ist ein wenig steinig und in meinen Augen auch fragwürdig.

Aber: Das aktuelle Werbemodell scheint sich vielleicht zu rentieren, mich schreckt es jedoch primär erst einmal ab und auch wenn ich den Umweg über die Herstellerseite für den ein oder anderen Klick, der mich zum finalen Update führen würde, gerne unterstützen täte: Das Ganze ist ein wenig zu viel des Guten und führt eher zu Verdruss als zum Kauf der Pro-Variante. So erstickt man eigentlich eine gute Idee mit einem nützlichen Tool im Keim, weil man an der falschen Stelle versucht, den Kunden in Richtung des Kaufs der Pro-Version zu drängen. Wer sich davon nicht abschrecken läßt, sollte sich SUMo einmal anschauen, im Kern verfolgt die Software ja eine nützliche Idee, die Umsetzung – speziell für die User der kostenlosen Variante inklusive der fragwürdig beigelegten Fremd-Software – hätte aber durchaus anders respektive besser ausfallen können. Schade!

 

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Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Blogger mit stets zu wenig Zeit. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant- & Vertriebler. Auch zu finden bei XING. Dieser Artikel hat einen Job oder zumindest Euren Seelenfrieden gerettet und gegebenfalls sogar für Kurzweil gesorgt? Die PayPal-Kaffeekasse freut sich - dankeschön!

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