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Dell XPS 15 (9560): Der grosse Bruder des XPS 13 im Test

Zugegeben, Notebook-technisch bin ich seit Jahren hauptsächlich mit Geräten aus Cupertino unterwegs. Auf Windows-Ebene fehlte mir immer irgendetwas, spätestens das gewohnte Touchpad war dann der Faktor, wo ich sagte „das passt nicht“. Vor einiger Zeit trat dann aber das Dell XPS 13 in mein digitales Leben und machte auf sehr kleinem Form-Faktor so ziemlich alles richtig: Für den ein oder anderen war das aber zu klein und so folgte das XPS 15. Wir durften uns drei Wochen mit dem aktuellen Modell 9560 das Leben verschönern, die Eindrücke findet Ihr im folgenden Testbericht.

Ein Core i5, 256 GB SSD und 8 GB RAM sind für mich an sich die Idealkonfiguration für unterwegs. Mehr Platz ist immer willkommen, allerdings muss ich zugeben, dass ich in den letzten Jahren auch grössere Konfigurationen (512 GB SSD, 16 GB RAM) nur zeitweise für Projekte oder ähnliches genutzt habe. Die ein oder andere Virtualisierung hier, ein wenig Videobearbeitung dort: Nichts, was ich im Alltag so mach(t)e, treibt ein aktuelles Gerät an seine Grenzen. Für mich wie gesagt immer spannend: Der Eindruck der Wertigkeit samt Display, Lüftergeräusche, Tastatur-Feedback- und Beleuchtung. Hier geben die MacBooks natürlich den Takt an, weil das Gesamtergebnis in meinen Augen stimmt, sind aber natürlich nichts für Jedermann – die Geschmäcker sind halt verschieden. Für mich steht auch persönlich fest: Ein Touch-Display brauche ich nicht wirklich und auch 2-in-1-Funktionen sind auf meiner Agenda eher nicht existent, da sie für mich immer einen Kompromiss darstellen, der mich nie erfüllte. Ergo bin ich eher klassisch unterwegs und nutze vorzugsweise schlichtweg ein „klassisches“ Notebook.

Dank Dell bekam ich also die Möglichkeit, das Dell XPS 15 einmal in der Maximalausstattung testen zu dürfen, die es in sich hatte und durchaus für den ein oder anderen Nutzer eine interessante Konfiguration darstellen sollte: Ein Intel Core i7-7700HQ der siebten Generation mit einem Boost bis 3,8 GHz, 32 GB RAM, eine 1 TB PCIe-SSD, NVIDIA GeForce GTX 1050-Grafik mit 4GB GDDR5-RAM und dem InfinityEdge-Touch-Display mit 15,6 Zoll und 4K Ultra HD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln. Preislich veranschlagt Dell hier einen Listenpreis von 2279 EUR zuzüglich Mehrwertsteuer und Versand – erst einmal eine Hausnummer aber wie gesagt: Auch diese Maximal-Konfiguration sollte durchaus ihre Käufer finden. Hat man den schlichten schwarzen, aber hinderlichen Karton – schließlich hält er uns ja vom Objekt der Begierde ab – hinter sich gelassen, fällt die saubere wie auch spartanische Ausstattung auf: Ein paar übliche Kurzdokumentationen und 130 W-Netzteil samt Stromkabel begleiten das XPS 15.

Optisch ist der XPS 13 verwöhnte Nutzer erfreut und auch Dell-Neulingen sollte die Optik positiv ins Auge fallen: Das knappe 2,07 kg schwere CNC-gefräste Aluminiumgehäuse ist schick wie gewohnt und auch die (leider Fettschichten und Staub anziehende) Handauflage aus Kohlefaserverbundstoff mit Soft-Touch-Lackierung ist schon bekannt. Hier setzt man auf Bewährtes und nicht mehr allzu Revolutionäres, hat im Rahmen der XPS-Serie aber mittlerweile einen entsprechenden Wiederkennungswert. Für XPS-Neulinge sei gesagt: Die Optik hat es definitiv in sich und auch das quasi rahmenlose Display sorgt erst einmal für „Aha“-Effekte, spätestens wenn das Betriebssystem gebootet und man Zeuge der angezeigten Schärfe geworden ist. Auffällig – und baulich auch gar nicht anders zu realisieren – ist die Position der HD-Breitbild-Webcam mit zwei digitalen Array-Mikrofonen, die am unteren Rahmen links vom Dell-Logo sitzt und nicht mittig oben wie gewohnt: Hier zollt man der Leistung, ein 15,6 Zoll-Display in einen 14 Zoll-Korpus integriert zu haben, eben Tribut – aber daran gewöhnt man sich schnell, wenngleich die Position der eigenen Erscheinung bei Nutzung der Kamera eher befremdlich wirkt.

Ins Auge sticht auch das riesige Präzisions-Touchpad mit der nahtlos im Glas integrierten Taste, welches meiner Meinung nach zu eins der Touchpads zählt, die doch im wirklichen Leben am nächsten an meine persönliche Referenz – eben die der MacBooks – heranreichen. Das alles ist natürlich nur eine Kombination aus Hard- und Software, aber speziell auf Windows-Ebene kann mir ein suboptimales Touchpad (oder die suboptimale softwareseitige Ansteuerung dessen) schon einmal den gesamten Eindruck des Gerätes nach unten reißen. Denn: Neben der Tastatur, die auch hier in zwei Stufen hintergrundbeleuchtet ist und manuell umgestellt werden muss, wird die tägliche Arbeit eben auch über das Touchpad erledigt. Ich bin eigentlich kein Freund externer Mäuse, denn wenn ich mobil arbeiten möchte, muss die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine – und das sind eben Tastatur und Touchpad – bei mobilen Computern einfach von Haus aus sauber funktionieren, ohne dass ich noch mehr externe Gerätschaften mit mir herumtragen muss. Ein wenig meckern müßte ich hingegen bei den integrierten Maustasten, die einen recht geringen Hub haben, dafür aber ein gut fühl- und hörbares Klicken erzeugen: Aber auch das ist zu ertragen.

Apropos Tastatur: Hier muss man sich – sofern man Dell-Neuling ist – ein wenig umgewöhnen, aber das ist gefühlt bei jedem Hersteller so. Persönlich liebe ich immer noch die alten Thinkpad-Tastaturen der Lenovo-Geräte bis zum T420 und auch die Tastatur der neueren MacBooks war lange nicht mein Freund. Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier, also werden die 1,3 mm Tastenhub (oder der Nutzer davor) erst einmal angelernt werden müssen. Die Lernkurve ist aber recht steil, so dass die Gewöhnung dann doch recht schnell einsetzt, wenngleich der geringe Hub nicht jedermanns Sache sein dürfte. Im Gegensatz zu den neuen MacBooks ist jedenfalls die Lautstärke beim Tippen deutlich moderater und auch das Feedback ist im allgemeinen sehr ordentlich.

In Sachen Anschlüssen geizt das Dell XPS 15 auch nicht unbedingt, wenngleich der klassische RJ.45-Netzwerk-Port wie bei vielen anderen Herstellern der zeitgenössischen Schlankheitskur zum Opfer gefallen ist: Ein HDMI-Anschluss in voller Größe, zwei USB 3.0-Anschlüsse mit Power-Share-Funktion und ein Thunderbolt (2-Lane PCI Express der 3. Generation)-Anschluss sind einmal zu finden. Letzterer dient als Netz-/Ladeanschluss, unterstützt alternativ ebenfalls PowerShare sowie die Standards Thunderbolt 3 (40 Gbit/s bidirektional) und USB 3.1 der 2. Generation (10 Gbit/s). Die Idee, meinen externen LG 27UD88-W-Monitor als Lade-Station und zeitgleich als externes Display zu verwenden, funktionierte allerdings nur eingeschränkt.

Bedingt durch den hohen Strombedarf quittierte das System nach dem Einschalten die Unterversorgung seitens des Monitors mit einer BIOS-Meldung, 80 Watt werden hier mindestens benötigt, um das Notebook auch bei Last laden zu können. Hier geschah es so, dass bei normalen Büroarbeiten der Ladepegel gleich blieb respektive sehr langsam anstieg. Sobald die Last aber durch rechenintensive Anwendungen zunahm, war der Monitor nicht mehr in der Lage, hier ordentlich weiterzuladen – somit greift der Traum, Bild und Strom über einen Anschluss über diesen Anschluss zu transportieren, beim XPS 15 leider nicht, wobei die Schuld aber nicht beim Gerät lag. Wer also ein ähnliches Setup hat, sollte lieber direkt mit einem zweiten Netzteil agieren oder sich vorab Gedanken machen, wieviel Strom über die Schnittstelle überhaupt verfügbar ist – der 97 Wh-Akku muss schließlich geladen werden.

Übrigens: Eine Anschlussmöglichkeit respektive ein Steckplatz für ein Kensington-Sicherheitsschloss ist beim Dell XPS 15 ebenso mit an Bord wie ein SD/SDHC/SDXC-Kartenlesegerät, was in meinen Augen heutzutage auch keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Die rechte Seite des Gerätes  wird im Übrigens noch durch eine Anzeige komplettiert, die per Knopfdruck den Ladestand des Akkus darstellt: Ein feines, kleines Gimmick, das durchaus nützlich, für mich aber nicht unbedingt von Nutzen ist. Was weitere Anschlussmöglichkeiten angeht, zahlt man auch hier übrigens den Preis moderner Geräte und darf sich bei Bedarf noch den ein oder anderen Adapter zulegen: VGA, ein weiterer HDMI-Anschluss, Ethernet und USB-A sind über Adapter von Dell oder entsprechenden Drittherstellern bei Bedarf separat zu erwerben.

Unser Testgerät kam mit vorinstallierten Windows 10 Professional und war nach der Erstinbetriebnahme recht schnell arbeitsfähig. Dell ist meiner Meinung nach einer der Hersteller, bei denen ich nach Erstinitialisierung des neuen Gerätes nicht erst eine saubere Neuinstallation anstrebe, halten sich doch die vorinstallierten Hersteller-Tools samt der berüchtigten Bloatware vornehm im Hintergrund.

Die Dell-Standard-Tools waren installiert, Office 365 als Testversion ebenso und leider war auch der mittlerweile berühmt-berüchtigte McAfee mit an Bord. Ansonsten muss ich aber zugeben, dass meine Angewohnheit, neue Geräte direkt noch einmal frisch zu installieren, entweder allmählich abebbt oder viele Hersteller die Zeichen der Zeit erkannt haben und gemäss der Prämisse „Weniger ist mehr“ nicht direkt die erste Anwendererfahrung vor die Wand fahren. Dennoch: Das ist nicht selbstverständlich und spart einfach Zeit, die man eher in die individuelle Einrichtung des neuen Gerätes investiert!

Nach erfolgter Inbetriebnahme des neuen XPS-„Kleinods“ erfolgt das typische Kräftemessen und der erste technische Blick auf die verbauten Komponenten. CPU-Z ist als reines Tool für die Übersicht des Innenlebens im ersten Schritt ein immer gern gesehener Gast, weswegen ich hier natürlich auch die erste Runde nach der Erstinbetriebnahme mit gedreht habe. Die Ergebnisse sahen dann wie folgt aus:

In Sachen Konnektivität stattet Dell auch das XPS 15 mit dem WLAN-Modul Killer 1535 aus, welches auch und zusätzlich Bluetooth 4.1 unterstützt. Dieses 2×2-WLAN-Modul soll eher den Gaming-Sektor fokussiert sein und bietet daher mehr Funktionen als die weit verbreitete Intel-8260-Karte, doch für viele Anwender ist das im alltäglichen Umgang mit dem Gerät eher unwichtig. Ohne großartig zu messen hatten wir an der WLAN-Basis (FRITZ!Box 7490) im 2.4- und 5 GHz-Netz keine nennenswerten Probleme festgestellt: Die Verbindung des Moduls war stets stabil und brach nicht – wie von dem ein oder anderen Gerät gewohnt – zwischendurch mal ab, wobei wir auf Ebene des Router-Standortes und im ersten Obergeschoß mit dem XPS 15 gearbeitet haben. Kritiker würden sich vielleicht einen neueren Bluetooth-Standard wünschen, ich sehe das persönlich aber als Jammern auf hohem Niveau. Die Kombination hier paßt und funktioniert, wer noch einen RJ.45-Port braucht, wird – wie oben bereits erwähnt – einen externen Adapter bemühen müssen.

Schaut man sich in einer ruhigen Minute den Bildschirm an, stellt man fest, dass die InfinityEdge-Displays in Sachen Qualität durchaus ihren Ruf rechtfertigen. Der leider spiegelnde Touchscreen hier nach wie vor auf der IGZO-Technologie von Sharp, der für extrem scharfe Bilder und eine entsprechend hohe Farbraumabdeckung sorgt. Der Vergleich mit dem mir bekannten XPS 13 hinkt ein wenig, reichte mir doch bisher (und wohl auch in Zukunft) ein Full HD-Display für die tägliche Arbeit aus. Auffällig sind die in dunklen Umgebungen zu erkennende Lichthöfe am unteren Rand des Displays ebenso wie die manchmal recht moderat wirkenden Reaktionszeiten, wobei die Faktoren Schärfe und Farbgebung das Ganze in meinen Augen kompensiert haben. Hier dürfte man aber ob des angesetzten Preises durchaus ein „lichthof-freies“ Display erwarten, denn wenn der eigene „innere Monk“ weiß, dass da etwas ist, achtet er im Dunkeln speziell darauf – so geht es zumindest mir.

Kommen wir nun zur generellen Systemperformance und der Grafikkarte: Unser aktuelles 2017er-Modell des XPS 15 ist jetzt mit der GTX 1050 aus der Pascal Generation ausgestattet, die sich – durch NVIDIAs Optimus-Technologie unterstützt – zuschaltet, wenn mehr Grafikleistung genutzt werden soll. Sie übernimmt so den Staffelstab von der integrierten Intel HD Graphics 630, die im Alltag ausreichen sollte. Wie gewohnt, kann man per Treiber die primäre Grafikeinheit selbst festlegen, wobei die Automatik an sich wunderbar greift und jegliche Änderung auch zu Lasten der mobilen Laufzeit gehen kann.

Über die Benchmarks hinaus wurden keine Game-Sessions oder ähnliches mit dem Testgerät abgehalten: Meiner Meinung nach sind Gamer auch nicht die Zielgruppe, die man mit dem XPS 15 abholen möchte, hier sollten andere Hersteller oder Geräte im Fokus stehen. Generell muss man sagen, dass die gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit natürlich sehr gut war und im Testzeitraum kein Schnitzer in Hard- oder Software auftauchten, wobei die Treiber des XPS 15 über das Dell Command Center in Kombination mit dem Windows Update aktuell gehalten worden sind. Nicht mehr, aber auch nicht weniger erwartet man von einem Gerät, das in dieser Preisklasse um Käufer wirbt! Benchmark-Enthusiasten werden sich hier vielleicht noch über den ein oder anderen Benchmark freuen, wobei es beim AS SSD Benchmark beim 4K-Schreiben und der Zugriffszeit der NVMe-SSD zu unerklärlichen Einbrüchen gekommen ist, die auch reproduzierbar waren: Hier sollte die Lösung aber vielleicht doch bei einem Treiber respektive der Abstimmung zwischen Hard- und Software liegen.

Wo gehobelt wird, fallen Späne: Die alte Binsenweisheit greift auch bei der Frage, ob Personen mit sensiblen Ohren einen Bogen um das XPS 15 machen sollten, da die Leistung auch zu Wärme führt, gekühlt und irgendwo wieder abgeführt werden muss. Auch das von den XPS 13-Modellen bekannte Spulenfiepen stand auf unserer Agenda ganz oben, da das ja das Damoklesschwert zu sein scheint, das sich über diverse XPS-Modelle zu befinden scheint: Mein XPS 13-Modell war seinerzeit davon nicht betroffen und – um es vorwegzunehmen – auch bei dem vorhandenen Testmodell war dieses für sanfte Ohren zermürbende Geräusch nicht zu hören. Das muss nichts heißen, schließlich sind die Foren voll von Beschreibungen über diesen Effekt, aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen – Gott sei Dank – die Regel.

Die Lüfter-Regel heißt hier auch wiederum, dass beim Starten des Gerätes und innerhalb der ersten Minuten im Betrieb die Lüfter an sich deaktiviert blieben. Längere Surf-Sessions über Chrome oder ein wenig Multimedia-Spielerei via Lightroom führten schnell dazu, dass beide Lüfter hörbar aktiv wurden. Glücklicherweise empfand ich das nicht zwingend als störend, hier sind aber natürlich die Gemüter verschieden. Beim Starten der Benchmarks steigerten sich beide Lüfter dann recht schnell auf ein deutlich hörbares und im leisen Home Office doch recht penetrantes Niveau. Hier komme ich wieder auf die gerade erwähnte Binsenweisheit zurück, denn unter Volllast muss die Wärme natürlich irgendwo hin und spätestens wenn die GTX 1050 genutzt wird, macht das XPS 15 den Brückenschlag vom reinen Office- zum frequentierten Multimedia-Gerät. Fällt die Last ab, beruhigen sich auch nach einiger Zeit die Lüfter wieder – für mich nichts eklatant Schlimmes, aber jeder hat da eine andere Wahrnehmung.

Am Ende noch ein Wort zur Akkulaufzeit: Auch die ist – wie so vieles andere – abhängig vom Nutzungsszenario: Mein Arbeitsalltag wird sich grundlegend von anderen abheben, ein Jeder hat andere Bedürfnisse und Anforderungen und arbeitet anders. Von daher ist es immer schwer, auf die Aussagen der Hersteller mit der groben Akkulaufzeit zu vertrauen. Nutzt man das beigelegte Netzteil, dauert ein kompletter Ladevorgang knappe drei Stunden. Unser internationales Testmodell hatte den 97 Wh grossen Akku an Bord und der benötigt halt Zeit, um wieder gefüllt zu werden, Schluss war bei moderatem Surfen im Internet nach etwas mehr als 6,5 Stunden. Wer das deutsche Modell mit zwei internen Festplattensteckplätzen und dem 56 Wh-Akku erwischt, sollte realistisch vier bis fünf Stunden ohne externe Stromversorgung im gleichen Szenario auskommen, das ist aber an dieser Stelle nur eine Mutmaßung.

Was bleibt am Ende also als Fazit stehen? Wie auch bei anderen Geräten und Notebooks ist der Sprung von der sechsten auf die siebte Intel Core-Generation eher moderater Natur und kein wirklicher Grund, ein Upgrade zu erwerben, wenn man beispielsweise schon das Vorjahresgerät besitzt. Großer Pluspunkt im Gegensatz zum XPS 15 (9550) aus dem letzten Jahr ist sicherlich die neue NVIDIA-Grafikeinheit, die ihre Vorgängerin GTX 960M bereits auf dem Papier locker überholt. Wer darauf nicht angewiesen ist, wird auch mit dem bereits deutlich günstigeren Vorgängermodell gut fahren.

Persönlich war ich von dem diesjährigen XPS 15 durchaus angetan, bin aber eher der Freund der kleineren Form-Faktoren und würde es daher auch nicht in der vorliegenden Konfiguration gegen das XPS 13 eintauschen. Das liegt nicht daran, dass ich davon nicht angetan bin, sondern schlichtweg an dem Einsatzzweck und den eigenen Anforderungen: Das XPS 15 wäre für die Nutzung als mobiles Arbeitsgerät in meinem Haus der typische Fall, in dem mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Wer jedoch die Möglichkeiten und Ausbaustufen benötigt, die das diesjährige XPS-Flaggschiff mit sich bringt, darf in Sachen Ausstattung, Wertigkeit und Gesamtbild aber sicherlich eins der Highlight-Geräte des Jahres erwarten. Von daher ist es lobenswert, dass das Refresh gelungen ist.

Sieht man von der neuen Grafikeinheit ab, ist Dell aber auf bewährten Pfaden geblieben und hat eher eine kleine Evolution als eine Revolution auf den virtuellen Ladentisch gebracht – doch mehr ist meiner Meinung nach in diesem Jahr auch nicht möglich. Warten wir also einmal ab, was die Zukunft bringt und halten die XPS-Reihe aus gutem Grund einmal im Auge!

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Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Blogger mit stets zu wenig Zeit. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant- & Vertriebler. Auch zu finden bei XING. Dieser Artikel hat einen Job oder zumindest Euren Seelenfrieden gerettet und gegebenfalls sogar für Kurzweil gesorgt? Die PayPal-Kaffeekasse freut sich - dankeschön!

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