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Erstellen eines Windows Server 2012-Basisimages mit Hilfe von Sysprep

Wer sich wie ich viel in virtuellen Umgebungen aufhält und sowohl beim Kunden als auch mit Testzwecken mit vielen unterschiedlichen Windows-Systemen arbeitet, kommt irgendwann nicht drumherum, ein sauberes und mit aller benötigten Grundsoftware versehenes Basisimage zur weiteren Verwendung zu erstellen. Das reine Klonen eines Systems über eine zusätzliche Backupsoftware ist hier aber nur die halbe Miete, sollte doch die SID des Systems je Installation ja unterschiedlich sein und dann wäre ja noch die Lizenzfrage, die man nicht ausser Acht lassen sollte! Microsoft liefert hier seit Jahren mit dem Tool „Sysprep“ schon das passende Bordwerkzeug mit, was wir jetzt einfach mal nutzen möchten, um ein Basisabbild einer Serverinstallation zu erstellen und einmal die Vorteile der OOBE (Out-of-the-Box-Experience) darzustellen!

Als erstes installieren wir unseren Server (im Beispiel die Windows 2012 Server Standard Edition) sowie jegliche Software, die wir in einem Standardimage gerne vorfinden würden – in meinem Falle ist es ein komplett hochgepatchtes (sprich: Mit allen Windows-Updates versehenes) System samt Tools wie WinRAR, Notepad++  oder diversen Windows-Features wie das SNMP-Protokoll oder der Telnet-Client. Ist soweit alles vorbereitet, starten wir „Sysprep“ durch Eingabe genau dieses Befehls im Ordner %WINDIR%System32Sysprep über die Eingabeaufforderung. %WINDIR% entspricht hier dem Windows-Verzeichnis und sollte standardmässig bei C:Windows liegen.

Als Optionen wählen wir „Out-of-the-Box-Experience (OOBE)  unter „Systembereinigungsaktion“ sowie „Herunterfahren“ als Option für das Herunterfahren. Zusätzlich setzen wir noch den Haken bei „Verallgemeinern“, so dass unserem Basisimage eine neue SID generiert wird.

Alternativ können wir – sofern wir den Weg über die GUI nicht bevorzugen – durch Eingabe des Befehls

sysprep.exe /generalize /shutdown

das Ganze auch direkt über die Eingabeaufforderung erwirken.

Nachdem das System dann heruntergefahren ist und wir unser vorbereitetes Systemabbild erzeugt haben, können wir dies nun über die Backupsoftware unseres Vertrauens klonen oder – sofern wir mit einer der bekannten Virtualisierungsplattformen arbeiten – eine entsprechende Vorlage, auf dem weitere virtuelle Maschinen basieren, erstellen. Nachdem nun die Vorlage auf einen anderen Server transferiert bzw. ein neuer virtueller Server erstellt wurde, fahren wir das System hoch und sehen quasi das Bild, was wir von vielerlei neuer Hardware kennen – das System möchte noch ein paar grundlegende Dinge wie das Abnicken der Lizenzbedigungen oder die Eingabe einer Seriennummer erledigen und anschliessend ist unser neuer Server einsatzbereit – mit dem vorher definierten Softwarestand und allen installierten Optionen.

Auch wenn das vorliegende Beispiel sich um eine Windows Server 2012 Server-Installation handelt, ist Sysprep seit Windows Vista mit an Bord und konnte seitdem auch für Clientbetriebssysteme genutzt werden. Für Windows XP und Server 2003 hingegen gab es die Komponente als separaten Download, die Funktionsweise ist/war aber auch hier die gleiche. So kann beispielsweise auch beim Ausrollen vieler Clients mit beispielsweise Windows 8 Sysprep hervorragende Dienste leisten und das „saubere“ Klonen von Installationen möglich machen. Nichts anderes steckt hinter dem Prinzip der OEM-Hersteller, die es so möglich machen, dass wir ihre Neugeräte mit nur wenigen Eingaben direkt starten können – den mitgelieferten Ballast, sprich die dort enthaltene „Bloatware“ mal Aussen vor gelassen.

Fazit: Wer auf das Klonen von Windows-Installationen angewiesen ist bzw. viel damit zu tun hat und das auf einem legalen und „sauberen“ Weg erledigen möchte (auch in Bezug auf die SID und speziell die Lizenzierung), kommt um das ideale (Bord-)Hilfswerkzeug Sysprep nicht herum!

 

 

 

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Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Blogger mit stets zu wenig Zeit. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant- & Vertriebler. Auch zu finden bei XING. Dieser Artikel hat einen Job oder zumindest Euren Seelenfrieden gerettet und gegebenfalls sogar für Kurzweil gesorgt? Die PayPal-Kaffeekasse freut sich - dankeschön!

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