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Kaspersky-Studie: Wenn Privates öffentlich wird – 93 Prozent der User teilen ihre persönliche Daten

Facebook, Instagram und Co. haben das Verständnis von Privatsphäre gründlich verändert – das merke ich auch am eigenen Nutzungsverhalten. Beweisen soll dies auch eine weltweit angelegte Studie von Kaspersky Lab. Demnach geben inzwischen 93 Prozent der Nutzer persönliche Daten und Informationen digital weiter. Bei 70 Prozent dieser Nutzer trifft das auch auf Fotos der eigenen Kinder zu.Und 45 Prozent teilen Fotos und Videos mit privaten und sensiblen Inhalten von anderen, etwa von ihren Partnern. Die Studie belegt dabei auch, dass gerade junge Menschen bereit sind, zu viele Informationen öffentlich zu machen. Besorgniserregend ist hier vor allem die Zahl von 44 Prozent aller Nutzer, die ihre Daten via Internet nicht nur gezielt an einen bestimmten Personenkreis weitergeben, sondern die Informationen mit der breiten Öffentlichkeit teilen. Satte 21 Prozent machen dabei ausdrücklich auch vor Unbekannten nicht halt. Dabei gilt: Sind Daten erst einmal in die Öffentlichkeit gelangt, haben Besitzer die Kontrolle über deren Verwendung definitiv verloren.

Besonders junge Menschen neigen dazu, Selfies, die nicht unbedingt für eine breite Öffentlichkeit bestimmt sind, mit anderen zu teilen: 61 Prozent der 16- bis 24-Jährigen bekennen sich dazu, bei den Älteren ab 55 Jahren sind es lediglich 38 Prozent. Auch wenn es um die Weitergabe von finanzrelevanten Daten geht, sind in der genannten Altersgruppe der Jüngeren 42 Prozent dazu bereit, bei den Älteren jedoch „nur“ 27 Prozent.

Obwohl die Speicher von Smartphones und Tablets inzwischen voll persönlicher und privater Erinnerungen sind, machen viele genau diese Geräte scheinbar sorglos zugänglich. Zehn Prozent der Befragten haben demnach ihre Geräte-PIN schon einmal einem Fremden gegeben, 22 Prozent das Gerät ungeschützt und unbeaufsichtigt in einer Gruppe von Personen liegen gelassen. 23 Prozent geben an, ihr Gerät zeitweise anderen überlassen zu haben. Reflektiere ich das auf meine Person, bin ich wohl eher der klassische Aluhut-Träger: Fingerabdruck-, PIN-Code in maximaler Länge und Zwei-Faktor-Authentifizierung bei den Apps, die es anbieten, sind mein Standard in Sachen Sicherheit. Und weder das Verraten der PIN noch das Überlassen des eigenen digitalen Lebens (nichts anderes ist ein Smartphone heutzutage doch) ist etwas, was ich nur im Ansatz machen würde.

„Persönliche Daten an andere Personen oder auch Unternehmen weiterzugeben, ist eine gefährliche Angelegenheit“, so Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. „Es ist heute leichter denn je, Informationen online auszutauschen. Und letztlich wurde das Internet auch genau dafür entwickelt. Doch wer Daten öffentlich teilt, muss wissen, dass er so die Kontrolle darüber verliert, was mit den Informationen geschieht. Viele legen buchstäblich ihre Daten und ihre Geräte in fremde Hände.“

„Es wäre jedoch unrealistisch zu glauben, Internetnutzer würden ihr Verhalten von heute auf morgen ändern“, so Suhl. „Doch wir fordern alle Nutzer auf, lieber zweimal nachzudenken, bevor sie wichtige Informationen öffentlich machen. Außerdem sollten alle Nutzer entsprechende Maßnahmen zum Schutz ihrer Daten und ihrer Privatsphäre ergreifen, falls Geräte in falsche Hände geraten.“

Kaspersky Lab hat die Studie „Stranger danger: the connection between sharing online and losing the data we love“ im Original unter https://blog.kaspersky.com/my-precious-data-report-three/16883 veröffentlicht. Das Lesen lohnt sich und viele werden sich selbst hier mehr oder weniger kritisch wieder erkennen dürfen!

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