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Connect(); // 2016: Microsoft bringt Visual Studio auf den Mac

Microsoft befindet sich im Wandel – das ist nicht mehr neu, aber in meinen Augen eine tolle Transformation weit hinaus über die alten, eingetrampelten Pfade von einst. Windows ist selbstverständlich immer noch die Heimat aller Anwendungen aus Redmond, aber man schaut seit einiger Zeit auch über den Tellerrand hinaus, was auch die Anzahl und Qualität der Apps für Android und iOS unterstreicht. Wer jedoch coden wollte, musste bisher auf die Windows-Plattform zurückgreifen: Visual Studio heißt hier das Zauberwort. Eben dieses ist jetzt als Preview-Version für den Mac gesichtet worden und wird wohl auf der Connect(); // 2016, die ab heute beginnt, zumindest vorgestellt werden.

Klingt möglicherweise nicht sofort allzu spannend, schließlich hat Microsoft ja auch mit dem Office-Paket und OneNote native Mac-Anwendungen parat. In Sachen Visual Studio (den Editor „Code“ gibt es ja bereits) bricht man da aber mit alten Tabus und zeigt – wenn das alles so erscheinen wird – einfach auch hier noch einmal den neuen Weg, den Microsoft einschlägt: Weg von den teilweise ignoranten Sackgassen der Vergangenheit hin zu einem Unternehmen, welches eben auch nach vorne blickt. Ein Unternehmen, das schaut, wie es die eigene Software am besten an den Mann bringen, respektive die Anwender in den Microsoft-Mikrokosmos holen kann. Genau das hat mit den Apps für Android und iOS schon prima geklappt, auch wenn man lange an Windows Mobile festgehalten hat: Der Markt hat hier gezeigt, dass Anwender sich die Microsoft-Apps halt auf Android und iOS-Systemen wünschen – aber das ist ein anderes Thema.

visual_studio_mac_01

Der Weg hin zur nativen Entwicklung auf dem Mac hatte sich ja bereits früher im Jahr abgezeichnet. Hier wurde ja unter anderem auch der native Windows-Support für die Linux-Shell bash angekündigt und auch umgesetzt. Wie man sieht, was das nur der erste Schritt und es ist schön zu sehen, dass Microsoft auch den nächsten umzusetzen scheint.

Programmierer – oder, wie Steve Ballmer sie nennen würde: „Developers! Developers! Developers“ sind dann nicht mehr nur auf die Windows-Plattform fixiert: Während in der Vergangenheit viele Dinge auch in Visual Studio nur lokal gelaufen sind, greifen Apps heute immer mehr auf cloud-Technologien wie Amazons AWS oder eben Microsofts Azure zurück. Auch hier stellt man die Weichen sinnvoll, denn ein Visual Studio auf dem Mac, welches an Azure angedockt ist, birgt mal eben – und trotz des eher geringen Marktanteils der Mac-Plattform (die an der Stelle aber eher zweitrangig ist) – viel Potential für mehr!

visual_studio_mac_02

Technisch basiert das Ganze auf Xamarin Studio, welches Microsoft früher in diesem Jahr hinzugekauft hat. Hierdurch läßt sich nativer C#-Code plattformübergreifend auf iOS, Android, Windows und den Mac bringen und die Entwickler natürlich dazu anspornen, eben diese Funktionalität entsprechend zu nutzen. Mehr Plattformen bedeuten schließlich auch eine größere App-Verbreitung, ergo erreicht man auch mehr Endanwender damit. Ein weiterer Vorteil: Auch die Entwickler können so mit einem Quellcode ihre Aktivitäten auf bisher nicht ins Visier genommene Systeme ausbreiten. Der Umweg über eine Windows-Entwicklungsumgebung via VMware/Parallels oder Bootcamp entfällt auch, so dass Microsoft sich hier einmal breit in Stellung bringt für die Anforderungen von morgen.

Mehr werden wir im Rahmen der Connect(); // 2016 erfahren, die heute beginnt und bis zum 18. November andauert: Dann wird wahrscheinlich auch der Schleier, der Visual Studio für den Mac noch aktuell bedeckt, wohl gelüftet werden. Übrigens scheint Microsoft den originalen News-Artikel im Techblog relativ schnell wieder offline genommen zu haben – nichtsdestotrotz hat Google den Artikel freundlicherweise noch im Cache behalten!

Update: Hier ist die offizielle Seite mit Download-Version der Preview!

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