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Nextcloud kündigt Global Scale-Architektur für Nextcloud 12 an

Im Rahmen der nahenden Version 12 seiner privaten Cloud-Lösung hat die Nextcloud GmbH heute die Global Scale-Architektur als bahnbrechende Neuerung seiner Software angekündigt. Da vorhandene private Cloud-Lösungen in der Größe von zehn über hundert bis zu tausenden Nutzern recht schwierig zu skalieren sind, möchte Nextcloud Global Scale genau dort ansetzen.

In Zusammenarbeit mit diversen europäischen Universitäten, darunter auch dem dänischen DeiC, möchte man hier eine richtige globale Lösung für Deployments in der Größenordnung von hunderten Millionen Nutzern schaffen. Bestehende Kunden und Nutzer können so Kosten sparen, indem sie ihre Umgebungen zu dezentralisierten Storage-Lösungen migrieren.

„Nextcloud liefert auch nach wie vor eindrucksvolle und innovative Lösungen“ gibt Florian Hausleitner, Senior IT System Engineer Datacenter Services beim Raiffeisen Informatik Center Steiermark zu Protokoll. „Mit Global Scale treibt Nextcloud die Effizienz für kosteneffektive private Cloud-Installationen für interne und externe Nutzer voran, während man den Dienst im großen Stil erweitert.“ fügt Hausleitner hinzu.

Durch Nextcloud Global Scale, kurz auch als GS bezeichnet, erlangt man quasi virtuelle und grenzenlose Skalierbarkeit von vorhandenen und neuen Nextcloud-Installationen bei entsprechender Kosteneffizienz, indem Nutzer im transparenten Stil über verschiedene Knotenpunkte verteilt werden. Dabei fällt der Bedarf nach einer zentralen Datenbank, zentralem Storage und einer Cache-Lösung quasi weg und bietet den individuellen Knoten den Vorteil kostengünstiger Hardware, um Kosten zu sparen und die Flexibilität zu erhöhen. Das Ganze wird durch drei Hauptkomponenten realisiert:

  • Die Knoten können durch die Nutzer über den Global Site Selector (GSS) erreicht werden, die letztendlich den Anwender zu dem Knoten führt, auf dem seine Daten liegen
  • Das Teilen von Daten ist durch den Lookup Server (LS) realisiert, der durch interne oder externe Anfragen „gefüttert“ wird und den aktuellen Ort der Datei auflöst. Er ist auch für die Verwaltung und die Quota-Beschränkung des Storage-Volumes zuständig, übrigens ebenso wie für die Dienste-Qualität in Sachen Geschwindigkeit und Verlässlichkeit
  • Die dritte Komponente ist der Balancer, der die Auslastung zwischen den einzelnen Knoten und die Nutzer-Migration gemäss QoS-Einstellungen und physischem Standort der User verwaltet

„Mit Global Scale legt Nextcloud einmal mehr die Messlatte für effiziente, hochskalierbare und leicht auszurollende Datei-Synchronisations- und Sharing-Dienste höher“, meint Frank Karlitschek, seines Zeichens Managing Director bei Nextcloud. „Durch das automatische Verschieben von Nutzerdaten zwischen einzelnen Knoten, um eine optimale Balance zwischen Kosten, Quality of Service und generellen Anforderungen zu erlangen, entfernt GS die klassischen Einschränkungen wie Uplink von Rechenzentren, Load Balancer, Datenbanken, Storage und Cache-Systemen.

Unsere Partner an den Universitäten schätzen, dass circa 60 bis 80 Prozent der Kosten üblicher großen, selbst-gehosteten Datei- und Sharing-Dienste mit dem Storage selbst assoziert sind. Durch das Verteilen des Speichers über unabhängige Storage-Systeme samt der globalen Verfügbarkeit optimiert man sowohl den Quality of Service (QoS) als auch die Kosteneffizienz.“ so Karlitschek im Anschluss.

Durch die geringere Grösse der Knoten wird das automatische Deployment vereinfacht, welches wiederum auf klassischer Container-Technologie fußt und so auch Backup und Hochverfügbarkeits-Strategien extrem optimiert. Bedingt dadurch wandelt sich die gewohnte Struktur in eine neue mit weniger Wartungsarbeiten und – schlußendlich – einem optimierteren Total Cost of Ownership (TCO) in mehreren Bereichen.

Auch für das Nextcloud-Ökosystem ist dieser Schritt mit Global Scale ein großer Wegabschnitt, der quasi eine neue Generation einläutet: Nutzer können ihre Daten einfach zwischen Providern oder der eigenen, selbst-gehosteten Instanz migrieren und so eine höhere Effizienz erreichen. Nextcloud möchte mit dem Schritt zu Nextcloud 12 auch weiterhin dem Drang der Industrie nachgeben, seinen Stand als technischer Vorreiter von Open Source-Enterprise-Lösungen zu manifestieren und die beste Lösung dieser Art zu liefern. Wie das Ganze im Detail aussieht, könnt Ihr übrigens auf diesem YouTube-Video sehen!

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