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Office 365-Integration in Windows Server 2012 Essentials

Microsoft bewirbt den Windows Server 2012 unter anderem mit dem Slogan „Built from the Cloud Up“ – soll heissen: Nie war ein Server-Betriebssystem näher mit der Cloud verbunden, nie war ein Server-Betriebssystem so sehr für die Cloud ausgelegt. Und noch nie war jedoch auch der Exchange-Server nicht mehr Bestandteil des Essential-Servers. Soweit, sogut – doch was heisst das speziell für den Anwender, bezogen auf das Beispiel des aktuellen Windows Server 2012 Essentials, Microsofts Cloud-Kernproduktlinie Office 365 und speziell Exchange Online? Ganz einfach – die perfekte Symbiose und Verzahnung zweier Microsoft-Technologien auf die simpelste, aber effektivste Art und Weise! Wie das in der Praxis aussieht, sehen wir nun im folgenden Tutorial:

Vorhanden ist eine Installation des Windows  Server 2012 Essentials und eine parallel existierende Office 365-Plattform. Das Ziel dieses Tutorials ist es, die Benutzerverwaltung des Active Directorys mit der von Office 365 zu koppeln und somit eine Benutzer- und Kennwortverwaltung für beide Systeme auf dem Windows Server 2012 Essentials zu realisieren – quasi wie bei den vorherigen Versionen des Essentials-Server, die noch mit einer lokalen Exchange-Installation funktionierten. Ausgangspunkt für unser Vorhaben ist das neue Dashboard des Windows Servers – hier wählen wir zunächst den Punkt „E-Mail“ aus, unter dem wir nun die Integration von Microsoft Office 365 oder eines bereits vorhandenen Exchange-Servers durchführen können.

Da unser Ziel die Integration von Microsoft Office 365 IST und wir auch bereits ein Office 365-Konto besitzen (alternativ kann über den nachfolgenden Dialog eins erstellt werden, andernfalls ist der Haken bei „Ich besitze bereits ein Abonnement für Office 365“ zu setzen), wählen wir nun die passende Option. Nach dem Klick auf „Weiter“ müssen nun die Zugangsdaten, die uns zum Verwalten unseres Office 365-Kontos ermächtigen, eingeben.

Es erfolgt nun ein Hinweis, der uns über die Stärke der Kennwortrichtlinie aufklärt: Um einen sicheren Zugriff auf die Office 365-Dienste nach Kopplung mit unserer Windows-Serverinstallation zu gewährleisten, wird nach unserer Bestätigung die Kennwortrichtlinie auf „stark“ gesetzt. Da Benutzer für die Anmeldung im lokalen Netzwerk und bei den Office 365-Diensten nun dieselben Kennwörter nutzen, rückt hier der Sicherheitsfaktor deutlich in den Vordergrund: Kennwörter mit acht bis 16 Zeichen ohne Leerzeichen oder den Office 365-E-Mail-Namen sind nun das Mindestkriterium, wenn es um das Setzen der Benutzerpasswörter geht. Sind wir uns dessen bewusst (und das sollten wir!), setzen wir unter dem Infotext den Haken für das Akzeptieren der neuen, sicheren Kennwortrichtlinie, um den Vorgang fortzusetzen. Der Konfigurationsvorgang nimmt nun ein wenig Zeit in Anspruch und fordert nach erfolgreichem Abschluss einen (erzwungenen) Neustart des Dashboards.

Nach dem Neustart erscheint im Dashboard in der Menüstruktur der neue Reiter „Office 365“, damit ist die eigentliche Anbindung beider Systeme eigentlich schon abgeschlossen.

Da wir nun aber bereits in der Cloud bestehende Office 365-Benutzer haben, die nun auch irgendwie in das Active Directory unseres Windows Server 2012 Essentials gelangen sollen, steht als nächster – und abschliessender – Folgeschritt nun die Benutzersynchronisation im Raume. Dazu klicken wir im Dashboard auf den Reiter „Benutzer“ und haben nun die Möglichkeit, bestehende Konten von Office 365 zu importieren:

Im nachfolgenden Dialog sind nun links die bereits bestehenden Office 365-Benutzer zu sehen und rechts die Vorschläge, wie diese Benutzer namentlich im Active Directory angelegt werden würden – selbstverständlich lassen sich diese nach Gutdünken bearbeiten! Ein erneuter Klick auf die „Weiter“-Schaltfläche startet diesen Vorgang, der nach kurzer Zeit wie folgt quittiert wird.

Alle unsere ausgewählten Office 365-Benutzer wurden nun den entsprechend angegebenen Serverbenutzerkonten zugewiesen. Während der Synchronisation wurden nun temporäre Kennwörter angezeigt, die wir uns bei Bedarf noch einmal einblenden lassen können – jene müssen aber von den einzelnen Benutzern bei der nächsten Systemanmeldung geändert werden und werden anschliessend mit dem Kennwort des Office 365-Kontos synchronisiert.

Wir sehen also: Die Anbindung des neuen Windows Server 2012 Essentials an Office 365 ist absolut schnell und problemlos zu bewerkstelligen und lässt den Wehrmutstropfen der fehlenden lokalen Exchange-Installation in der aktuellen Essentials-Serverreihe mehr als nur schwinden. Durch die nahtlose Integration der strategisch wichtigen Office 365-Clouddienste mit Microsofts Serverflaggschiff entsteht eine Symbiose, die die Grenzen zwischen lokalen und Clouddiensten verschwimmen lässt, ohne es dabei an der Benutzerfreundlichkeit mangeln zu lassen und unterstützen so Microsofts Slogan, der 2012 Server sei „Built from the Cloud Up“, vollständig!

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Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Blogger mit stets zu wenig Zeit. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant- & Vertriebler. Auch zu finden bei XING. Dieser Artikel hat einen Job oder zumindest Euren Seelenfrieden gerettet und gegebenfalls sogar für Kurzweil gesorgt? Die PayPal-Kaffeekasse freut sich - dankeschön!

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4 Kommentare

  1. Hey Olli,
    vielen Danke für das tolle TUT.
    Ich sitze gerade vor genau einer solchen Integration
    und kann nur sagen, dass es Danke MS Server 2012 Essentials
    recht einfach ist die Integration durchzuführen.
    Dank deiner Step-by-Step-Einleitung bin ich problemlos durch den ganzen Prozess gegangen 🙂

  2. Hallo,

    Und worin besteht der sinn darin? Verstehe noch nicht welche vorteile man dadurch hat oder welche features man nutzen kann, ausser vl hosted exchange wenn man keinen exchange dc hat. Aber was passiert durch diese „verknüpfung“ habe einen windows server 2012 foundation, auf den clients office 365 installiert, nutze keinen exchange!

    Also worin liegt der Nutzen der Verbindung und was hat das mit einer cloud zu tun? Ausser hosted exchange (also die mails in einer cloud und nicht am eigenen server)

    Danke schon mal für die Aufklärung! 🙂

    • Hallo, der Sinn darin ist – salopp gesagt – die Integration von Hosted Exchange (in diesem Falle Office 365) in einen Essentials 2012 Server der den lokalen Exchange nicht mehr mitbringt (so war es ja bis zum letzten SBS Server der Fall). So wird aber für den Benutzer wie vorher eine verwaltbare Oberfläche geschaffen.

      Natürlich kannst Du Deine Benutzer auf dem DC pflegen und Deine Mailuser im Office 365, doch macht es meiner Meinung nach Sinn, diese Dienste über MS-Bordmittel zu verknüpfen, um beispielsweise Benutzer nur noch einmal anlegen zu müssen (da diese synchronisiert werden) – gleiches gilt für Kennwörter bzw. Kennwortrichtlinien. Wenn das keine Vorteile gegenüber Insellösungen, die jeweils autark für sich gepflegt, verwaltet und genutzt werden können/müssen, ist, weiss ich auch nicht 🙂 !

      Der Brückenschlag zur Cloud liegt auf der Hand – wann wurde jemals ein lokaler Windows-Server mit Diensten aus der Cloud verbunden? Server 2012 R2 wird da noch einen Schritt weitergehen und Dir auch AD-Replikate in die Cloud und darüber hinaus bieten! Muss natürlich niemand nutzen, aber ich finde diese Möglichkeiten einfach wahnsinnig spannend – selbst im Zeitalter von PRISM & Co. !

      Wenn Du für Dich besser damit fährst, die AD-User Deines Foundation Servers zu pflegen und Deine E-Mail-User im Hosted Exchange, ist das völlig in Ordnung – ich persönlich fände es lästig, da genau dieser Workflow durch den beschriebenen Prozess vereinfacht wird. Aber jeder, wie er mag 🙂 !

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