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Office Live Workspace – Das Büro in der Wolke

Keine Frage, die Cloud Computing ist auf dem Vormarsch und nicht nur ein beiläufiger Trend – immer mehr Softwarehersteller lagern ihre Services in die Wolke aus. Im Rahmen einer aktuellen Diskussion, das laut Google das Produkt „Google Docs“ ja eh die Office-Suite von Microsoft überflüssig machen würde, wollte ich als Multiplattformuser (Windows & Mac) mir einmal den „Office Live Workspace“ von Microsoft anschauen, der die Datenhaltung in der Wolke betreibt, zum Abgleich und Ändern aber (noch) auf die lokal installierten Fassungen von Microsoft Office zurückgreift. Was also kann der kostenlose „Office Live Workspace“? Die Auflösung folgt hier!

Der Dienst bietet primär die Möglichkeit, Dokumente online und zentral abzulegen und diese im Rahmen einer Groupware-Funktion gemeinsam zu bearbeiten und zu kommentieren – 5 GB Platz bietet Microsoft für die unterstützten Word-, Excel- und Powerpoint-Dokumente an, die von überall aus betrachtet werden können (Freigabe & Kennwort vorausgesetzt) und auch prima mit nicht-Microsoft-Browsern wie Firefox oder Safari funktionieren. Zur Bearbeitung wird durch das Office Live-Add-In (Windows ab Office XP) bzw. die Microsoft Document Connection (Mac OS X) eine Schnittstelle zur lokalen Office-Version hergestellt, die das direkte Speichern „in-the-Cloud“ nach erfolgter Bearbeitung so einfach macht wie das Abspeichern einer lokalen Datei.

Die Ersteinrichtung ist sehr einfach und benutzerfreundlich gehalten – auf der entsprechenden Webseite registriert man sich und kann schon kurze Zeit später in seinem persönlichen Workspace direkt loslegen und eigene Arbeitsbereiche definieren, in denen sich unterschiedliche Dokumente, Listen und Notizen speichern lassen. Jede Änderung in einem Dokument bzw. das Hochladen neuer Dokumente wird penibel in der rechts gelegenen Statusleiste dokumentiert, so dass der Workspace-Besitzer immer sehen kann, was dort passiert – ändert beispielsweise ein Arbeitskollege ein Dokument, so wird dies entsprechend mitgeloggt und sorgt durch die entstehende Transparenz für weniger Verwirrung im teaminternen Workflow. Erstellt man einen neuen Arbeitsbereich, kann man dies entweder in einer frischen, „leeren“, Umgebung tun oder aber aus diversen Vorlagen (Projektarbeiten, Haushalt, Besprechungen etc.) frei auswählen – das Rad muss also nicht zweimal erfunden werden!

Das Arbeiten im Office Live Workspace bzw. die Konnektivität zu den lokalen Office-Installationen wirken flüssig und wie aus einem Guss – und da merkt man, dass Microsoft diese Anbindung mit viel Weitsicht und Liebe zum Detail erschaffen hat. In Kürze wird übrigens auch der letzte Unterschied zu Google Docs egalisiert werden, denn für die nahe Zukunft sind die Office-Webanwendungen angekündigt, mit denen Word-, Excel-, PowerPoint- und OneNote-Dateien im Webbrowser angezeigt, bearbeitet und freigegeben werden können – wer nur die grundsätzlichen Funktionen braucht, ist auch damit gut beraten, alle weiterführenden Funktionen können dann auch weiterhin durch die lokal installierten Editionen übernommen werden.

Fazit: Wer zu der Riege der Microsoft Office-User zählt, sich mit den diversen Mitbewerberprodukten nicht anfreunden kann und / oder seine Office-Dokumente auch auf zwei Plattformen bearbeiten möchte bzw. muss, wird Office Live Workspace als gelungene Ergänzung zur Office Desktop-Variante schätzen lernen. Vollständig in die Wolke gewandert ist diese Lösung (noch) nicht, das wird aber bald geschehen und solange ist Google mit der „Docs“-Lösung noch einen Schritt voraus. Pro- und Contra-Argumente werden sich für beide grossen Dienste zu Genüge finden und wie immer liegt die letzte Entscheidung beim Benutzer – und da Konkurrenz nicht nur das Geschäft belebt, sondern auch den Wettbewerb in Bezug auf die Qualität der eingesetzten Technologien, wird den Endanwender noch das ein oder andere Bonbon erwarten!

Man darf gespannt sein, der Office Live Workspace geht – genau wie Google Docs und Konsorten – auf jeden Fall den richtigen Weg, wenn – ja wenn! – man sich damit anfreunden kann, seine Daten in der Wolke zu speichern. Aber das sei jedem selbst überlassen…

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Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Blogger mit stets zu wenig Zeit. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant- & Vertriebler. Auch zu finden bei XING. Dieser Artikel hat einen Job oder zumindest Euren Seelenfrieden gerettet und gegebenfalls sogar für Kurzweil gesorgt? Die PayPal-Kaffeekasse freut sich - dankeschön!

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