Veeam: Der Agent für Linux ist auf dem Markt

Veeam ist für mich seit einiger Zeit eins der Produkte, die einfach Spaß machen: Ist das Produkt für mich in VMware- und Hyper-V Umgebungen mit seiner Backup & Replication Suite im Kundenbereich blind gesetzt, wurde im letzten Jahr das Portfolio mit dem Produkt Endpoint Backup noch zusätzlich erweitert: Windows-Nutzer konnten mit der Software gratis ihre lokalen Installationen sichern – ein deutliches Zeichen Richtung der Mitbewerber und gleichzeitig auch der beste Köder, um die Anwender auch für die Serverprodukte zu begeistern.Nun ist für Veeam der Kreis anscheinend noch nicht ganz rund und man hat beschlossen, auch mal ein Auge auf die Linux-Systeme zu werfen – warum auch nicht? Hier tritt also Veeam Backup for Linux in das Rampenlicht und verläßt nun die bisherige Beta-Phase. Der Veeam Agent for Linux ist ein Tool für die Sicherung physischer Linux-Systeme, beispielsweise von Workstations, Servern oder Systemen in der Public Cloud. Er ermöglicht die Erstellung image-basierter Backups, die wie in Veeam Backup & Replication und im Veeam Agent for Microsoft Windows im VBK-Format gespeichert werden. Die Software enthält eigene Treiber für Snapshots und Changed-Block-Tracking (CBT), über die ohne erneuten Scan inkrementelle Backups erstellt werden können.

In Sachen Systemvoraussetzungen ist man sehr breit aufgestellt und bedient die gängigen Distributionen auf 32- und 64 Bit-Ebene, die unter Kernel: 2.6.32 oder höher laufen. Mit darunter sind Debian 6.x-8.x, Ubuntu 10.04-16.10, RHEL/CentOS/Oracle Linux 6.x-7.x, Fedora 23, 24, openSUSE 11.3-13.x, Leap 42.1 und SLES 11 SP1 – 12. Hier hat man im Vergleich zur Beta wirklich noch breiter gestreut und das Schöne ist: Alles läuft out-of-the-box, sowohl auf Bare Metal- als auch auf Volume- oder Datei-Ebene. Als Sicherungsziel genutzt werden kann eine lokale Festplatte, ein NAS (via SMB und NFS) oder ein Veeam Backup & Replication-Repository ab Version 9.5 Update 1.

In der Gallerie weiter oben ist zu sehen, wie man recht fix einen funktionsfähigen Sicherungs-Job anlegt, wobei das hier für die kostenlose Variante, die wohl für jedes Heim-System ideal ist, gilt. Wer mehrere Jobs oder 24/7-Support benötigt, wir auf eine der anderen beiden Editionen setzen wollen. Auch ist der Veeam Agent für Linux nicht nur über die GUI zu bedienen, sondern auch bequem per Kommandozeile: Wer also damit skripten möchte, kann auch dies tun. Die Testversion findet Ihr hier, die Preise für die Workstation liegen bei 45 (ein Jahr Maintenance) bzw. 108 EUR (drei Jahre), die Server-Varianten kosten hier 150 beziehungsweise 360 EUR.

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Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Blogger mit stets zu wenig Zeit. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant- & Vertriebler. Auch zu finden bei XING. Dieser Artikel hat einen Job oder zumindest Euren Seelenfrieden gerettet und gegebenfalls sogar für Kurzweil gesorgt? Die PayPal-Kaffeekasse freut sich - dankeschön!

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