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Verwalten eines Hyper-V Servers 2012 Core in einer Arbeitsgruppenumgebung – Teil 2

Im letzten Tutorial („Verwalten eines Hyper-V Servers 2012 Core in einer Arbeitsgruppenumgebung – Teil 1„) ging es darum, alle Vorbereitungen für die entfernte Verwaltung eines Hyper-V Servers 2012 Core in einer Arbeitsgruppenumgebung zu treffen. Nach der Pflicht folgt nun die Kür – wir haben alle Werkzeuge beisammen und müssen die Tür zur Hyper-V-Verwaltungskonsole nur noch aufstossen. Dies bedarf noch einiger kleiner Anpassungen – welche das sind, lesen wir im Folgenden!

Auf dem Hyper-V-Server gilt es zunächst, über den dritten Punkt „Lokalen Administrator hinzufügen“ einen administrativen Benutzer zu erstellen, dessen Logindaten später auch auf dem Management-PC an- bzw. hinterlegt werden. Ist dies geschehen, wird das Anlegen des Benutzer mit durch die Meldung „Der Befehl wurde erfolgreich ausgeführt“ quittiert – somit haben wir die serverseitigen Vorbereitungen schon einmal abgeschlossen. Wenden wir uns nun dem Client und der – als Administrator gestarteten – Eingabeaufforderung zu:

Über den Punkt 3 definieren wir einen weiteren Administrator – beispielsweise den, über den wir das System remote managen wollen. Wir suchen uns also einen Benutzernamen samt Kennwort aus und geben die gewünschten Informationen ein, was das System auch entsprechend positiv quittiert. Anschliessend gilt es, auf unserem System, mit dem wir managen wollen, diese Logininformationen in dem Kennwortspeicher des Benutzers anzulegen – das geht mit dem „cmdkey“-Befehl. Benötigen tun wir dafür den Namen des Hyper-V Core-Servers samt des gerade definierten Benutzernamens- und Kennwortes. Im vorliegenden Beispiel würde also der Befehl

cmdkey /add:DE182800V00001 /user:Oliver /pass:PW

dafür sorgen, dass auf unserem Verwaltungs-PC die oben genannten Logindaten (Host „DE182800V00001“, Login „Oliver“, Kennwort „PW“) erzeugt werden, die selbstverständlich mit denen gerade auf dem Hyper-V Server definierten übereinstimmen sollten. Damit haben wir schon eine Klippe bezüglich der Authentifizierung „umschifft“. Die zweite folgt nun in Form der Komponentendienste, die ich im vorliegenden Falle durch Eingabe von „dcomcnfg“ geöffnet habe.

Hier ist unbedingt unbedingt unter „Computer / Eigenschaften von Arbeitsplatz“ ein Parameter in den Zugriffsberechtigungen der Sicherheitslimits ein Haken unter „ANONYMOUS-ANMELDUNG“ zu setzen, der den „Remotezugriff“ aktiviert. Mit „OK“ verlassen wir diese Konfigurationsebene und speichern die just gemachten Änderungen. Mussten unter Windows XP die Komponentendienste nach einer solchen Änderung noch neu gestartet werden, so ist dies ab Windows 7 nicht mehr notwendig und die Änderungen greifen sofort.

Damit sollte nun also ein Zugriff auf unseren Hyper-V Server 2012 Core innerhalb einer Arbeitsgruppe möglich sein – wir geben also im Hyper-V-Manager den DNS-Namen oder die IP des Hyper-V Hosts ein und verbinden uns dadurch mit der Maschine. Nun sollte aber keine Fehlermeldung erscheinen, sondern wir sollten alle Optionen zur Verwaltung der Hyper-V-Funktionen haben, so wie wir es von einer nicht-Core-Edition lokal gewöhnt sind.

Damit ist der eigentliche Teil des Tutorials eigentlich beendet. Erwähnt werden muss noch, dass dies (speziell das lokale Verteilen von Logininformationen oder Anpassungen an der Konfiguration der Komponentendienste) nichts ist, was in einem Produktivsystem ohne Kenntnis der Hintergründe gemacht werden sollte – dort macht eine Integration der Hyper-V-Server in das Active Directory durch alle Funktionen, die eine Domänenstruktur bietet, in vielerlei Hinsicht einfach mehr Sinn. Für das kleine Lab zuhause oder eine Testumgebung reicht es aber allemale. Wer zudem noch mehr Zugriff auf den Hyper V Server 2012 Core-Edition haben möchte, um z. B. die Partitionierung zu ändern, muss die letzten beiden Bilder dieses Tutorials noch entsprechend umsetzen, sonst hagelt es die nächste Fehlermeldung, denn die von uns gesetzten Rechte schlossen bisher nur die reine Hyper-V-Verwaltung bzw. den Zugriff darauf ein. Hier wird dann dem Hyper-V Host auf unserem Management-PC entsprechend vertraut und auf dem Hyper-V-Server eine Firewallausnahme für die Remoteverwaltung erstellt – somit können wir nun auch Einfluß auf die Partitionierung des Hyper-V Servers 2012 nehmen – wie das im Bild aussieht, ist anhand der beiden letzten Screenshots zu sehen!

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Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Blogger mit stets zu wenig Zeit. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant- & Vertriebler. Auch zu finden bei XING. Dieser Artikel hat einen Job oder zumindest Euren Seelenfrieden gerettet und gegebenfalls sogar für Kurzweil gesorgt? Die PayPal-Kaffeekasse freut sich - dankeschön!

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