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Windows 8 Consumer Preview: Der erste Blick!

Wie angekündigt habe ich mich jetzt einmal näher mit der gestern erschienenen Windows 8 Consumer Preview beschäftigt und das Ganze einmal installiert und einen ersten Blick auf das Look ’n Feel des Windows 7-Nachfolgers geworfen. Das Fazit: Interessant und eine logische Weiterentwicklung von Microsofts aktuellem Betriebssystem, aber gewöhnungsbedürftig!

Die Installation – schnell erledigt wie bei Windows 7 und optisch nicht anders. Bei der Benutzererstellung kommt aber dann das, was man bereits von Mac OS X kennt – die Möglichkeit, den lokalen Benutzer direkt mit seinem Online- (hier: .Live) Konto zu verknüpfen – ein Weg, den bereits die Alpha-Version angedeutet hat. Nur wenig später ist der Startbildschirm da, der – ganz Windows Phone 7-like – erst einmal weggeschoben werden muss, damit die Systemanmeldung erfolgen kann. Bevor wir das tun, sehen wir, dass dieser auch Netzwerk- und Ladestandsübersicht sowie aktuelle Termine sowie die Zahl neuer E-Mails und Nachrichten anzeigt – interessant!

Dann ist er da, der ehemalige uns bekannte Desktop – im „Kacheln“-Stil, den Microsoft bereits mit Windows Phone 7 zu implementieren begonnen hat: „Metro“. Was erst ungewohnt wirkt, ist – ähnlich wie bei dem Mobil-OS-Derivat – schnell in Fleisch und Blut übergegangen, wobei das Scrollen mit der Maus schon ungewohnt wirkt. Hier ist klar, welche Zielgruppen Microsoft im Blick hat – Benutzer eines Touchscreens. Grösse und Position der Kacheln lassen sich natürlich ändern und aktualisieren sich auch, wenn der Inhalt der dahinterliegenden Programme sich ändert.

Der Vorteil der Anmeldung mit der eigenen Live-ID offenbart sich auch unmittelbar: Kontakte, E-Mails, Kalender und auch die direkte Anbindung an SkyDrive sind über die einzelnen Kacheln nahtlos ins System integriert – MobileMe / iCloud & iDisk lassen grüssen, wobei selbst ich als Apple-Jünger gestehen muss, dass die Optik hier deutlich für Windows 8 spricht. Auch Google- und Exchange-Konten werden an dieser Stelle unterstützt. Im Nachrichtenbereich können ebenfalls direkt Twitter- und Facebookkonten eingebunden werden und auch die Fotogallerie spricht die Netzsprache: Nicht nur lokale Fotos, sondern auch Facebook und Flickr können zur Integration der Onlinefotos mit dem lokalen System herangezogen werden – fein!

Auch beim AppStore fühlt man sich an die Kollegen aus Cupertino erinnert – per Klick lassen sich Apps laden, die sich auf dem Startbildschirm frei anordnen lassen. Wer bereits Windows Phone 7 kennt, wird sich hier sofort heimisch fühlen, Neulinge dürften sich ebenfalls intuitiv mit der neuen Oberfläche zurechtfinden – und das nach sehr kurzer Einarbeitungszeit. Wer indes den bisherigen Desktop oder den Explorer vermisst, kann auch diese altbekannten Weggefährten per Klick direkt erreichen.

Der enthaltene Internet Explorer 10 kommt ebenfalls im „Metro“-Look und somit auch im Fullscreen-Modus daher, interessant ist der sofortige Fokus auf den aktuellen HTML5-Standard, was – und ja, es ist Microsoft und nicht Apple!- auch die offensichtliche Abkehr von Flash bedeuten mag. Nichtsdestotrotz können URLs aber auch auf die Desktop-Version des Browser geschickt werden, der dann wiederum die Möglichkeit der Installation des Flash-Plugins bietet. Naja!

Auf den ersten Blick ist klar, wohin die Reise mit Windows 8 hingehen soll – der Desktop tritt in den Hintergrund, die Usability und der Umgang mit den Kacheln in den Vordergrund. Speziell Touchscreens und speziell der Tabletmarkt sollten von Microsofts Politik profitieren und Windows 8 – dank entsprechender Kompatiblität zu diversen Architekturen – in andere Sphären hieven. Interessant ist, wie die Kompatibilität zu vorhandenen Programmen aussieht und ob Microsoft den herkömmlichen Windows-Desktop wirklich als sekundären Arbeitsplatz sieht, was ich mir persönlich gerade im Arbeitsumfeld nur schwer vorstellen kann.

Die Prognose: Bleibt die Stabilität von Flexibilität von Windows 7 bestehen und wird diese durch die neuen Features und die neue Optik von Windows 8 sinnvoll ergänzt (mit der Option, vielleicht auch mit dem alteingesessenen Desktop zu arbeiten), sollte Microsoft einen weiteren Schritt nach vorne machen. Abwärtskompatiblität zu jetziger Windows 7-Software vorausgesetzt, wird Windows 8 wohl nicht den PC-Arbeitsplatz neu erfinden, aber wieder auf einen anderen, moderneren Weg schicken. Dazu vielleicht eine Entschlackung der einzelnen, zu zahlreichen Windows-Versionen und Microsoft ist auch weiterhin auf dem richtigen Weg.

Mir persönlich gefällt die neue Optik und die Integration der hauseigenen Onlinedienste sehr – bisher können als externe Dienste nur Google- oder Exchange-Konten eingebunden werden, das funktioniert aber bei den drei Hauptanwendungen Mail, Kalender und Kontakten Microsoft-typisch problemlos. Ich bin auf jeden Fall gespannt, denn diese Beta-Version ist eine logische Fortführung des Developer Previews vom letzten Jahr und lässt auf ein „neues“ Windows hoffen – auch, wenn ich immer noch der Meinung bin, das Windows 7 eigentlich noch keinen Nachfolger benötigt! Das, was hier zu sehen ist, definiert ein neues Windows – welch ein Sinnbild, das Microsoft auch mit dem alten Logo bricht und die Kacheln augenscheinlich eine zentrale Rolle spielen, wobei ich mich persönlich auch sehr schnell mit Windows Phone 7 anfreunden konnte – von daher gab es hier auch keine Berührungsängste. Den Rest wird der Markt zeigen – ich jedenfalls freue mich auf den Herbst, denn für eine Beta-Version ist diese Consumer Preview äusserst stabil und perfomant – man darf also gespannt sein!

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Stolzer Familienvater. Digital Native und chronischer Device-Switcher. Multimedia-Freak. UK-Fan, auch mit Brexit. Blogger mit stets zu wenig Zeit. Hobbyphilosoph. Musik-Enthusiast. Querdenker. Zyniker. Hauptberuflicher IT-Consultant- & Vertriebler. Auch zu finden bei XING. Dieser Artikel hat einen Job oder zumindest Euren Seelenfrieden gerettet und gegebenfalls sogar für Kurzweil gesorgt? Die PayPal-Kaffeekasse freut sich - dankeschön!

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